Deichrückverlegung "Bechtheimer Kanal": Aufschlusslageplan

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Zur Erhöhung des Retentionsraumes bei einem Hochwasserereignis ist die Deichrückverlegung des Rhein-Hauptdeiches zwischen Rhein-km 472,00 und km 473,75 vorgesehen. Zur Erkundung der Bestands- und Neubaudeichabschnitte wurden insgesamt 56 Kernbohrungen (438 m), 23 Rammsondierungen (205 m), 126 Kleinrammbohrungen (630 m) und 21,2 km geophysikalische Messungen ausgeführt.

Die Ergebnisse der geoelektrischer Widerstandskartierungen wurden zusammen mit den Bohr- und Rammsondierungen grafisch aufbereitet und bilden in Form geotechnischer Schnittdarstellungen die Grundlage für die Baugrundbeurteilung, die Deichzustandsbewertung und die erdstatischen bzw. geohydraulischen Berechnungen im Zuge der weiteren Planung des Deichneubaus.

Labor- und Feldversuche zur Baugrundbeurteilung

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Aus den Kernbohrungen wurden insgesamt 347 gestörte Proben (GP) und 33 ungestörte Proben (UP) entnommen und bodenmechanisch klassifiziert. An für die aufgeschlossenen Baugrundschichten repräsentativen Einzelproben wurden folgende bodenphysikalische Laborversuche durchgeführt:

  • 97 Stck. Bestimmung des Wassergehaltes nach DIN 18121
  • 21 Stck. Konsistenzgrenzen nach DIN 18122
  • 73 Stck. Korngrößenverteilungen nach DIN 18123
  •   2 Stck. Korndichten nach DIN 1812424 Stck. Dichtebestimmungen nach DIN 18125
  •   2 Stck. Proctorversuche nach DIN 18127
  • 13 Stck. Glühverluste nach DIN 18128
  •   6 Stck. Kalkgehalte nach DIN 18129
  • 12 Stck. Wasserdurchlässigkeiten nach DIN 18130-1

Querschnittsgestaltung für den Deichneubau

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Der dargestellte Prinzipquerschnitt zeigt eine mögliche Ausführungsvariante zum Deichneubau im Bereich von Minderdicken oder Fehlstellen in der bindigen Deckschicht. Nach überschlägigen Berechnungen ist in Bereichen stark gestörter Deckschicht eine Untergrundteilabdichtung erforderlich. In der Systemdarstellung sind mögliche Lagen des Dichtelementes unter dem Deich eingetragen. Üblicherweise wird die Untergrundteilabdichtung unter dem Bermenweg angeordnet, wobei sich bei fehlender Deckschicht ein Aufstau vor der Dichtung ergibt, die einen erhöhten Wasserandrang in den Deich verursacht und zudem das Eigengewicht reduziert. Um diesem Effekt entgegenzuwirken ist es sinnvoll, die Untergrundteilabdichtung unter dem homogenen Deichquerschnitt anzuordnen. Als weitere Variante kann wie in der Pronzipskizze dargestellt eine durchgängige Decklage aus Deichmaterial zusammen mit einem zweiten (kürzerem) Dichtelement angeordnet werden.