Damm am Mittellandkanal (MLK) : GW-Potenziale vor/nach der Sanierung

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Die linke Abbildung zeigt die Potenziallinienverteilung an einer Dammböschung des MLK im Ausgangszustand. Zu erkennen ist der Austritt der berechneten Sickerlinie am landseitigen Böschungsfuß. Rechts ist das Berechnungsergebnis am gleichen Dammquerschnitt nach Einbau eines hydraulisch wirksamen Sickerprismas zu sehen, welches ein Austreten der Sickerlinie aus der Böschung verhindert. Grundlage für die Festlegung und Dimensionierung der erforderlichen Sanierungsmaßnahmen zur Einhaltung der Standsicherheitsanforderungen an den Kanaldammböschungen waren die geohydraulischen und erdstatischen Berechnungen.

Standsicherheiten der Kanaldammböschungen am MLK

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Die auf den stationären Strömungsanalysen basierenden Standsicherheitsberechnungen zeigen den Ausnutzungsgrad der Böschungsstabilität im defizitären Ausgangszustand (Abbildung links) und nach Absenkung der Sickerlinie durch den Einbau des Dränageprismas (Abbildung rechts). Durch die empfohlene Sanierungsmaßnahme wurde ein Standsicherheitsgewinn von 30% erzielt.

Darstellung der Sanierungsempfehlungen

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Resultierend aus den ermittelten Standsicherheitsdefiziten wurden wirksame technische Maßnahmen erarbeitet, welche die Einhaltung der geforderten geohydraulischen und erdstatischen Anforderungen des Merkblattes "Standsicherheit von Dämmen an Bundeswasserstraßen" gewährleisten.

 

Die linke Abbildung zeigt beispielhaft einen nachträglich an der landseitigen Kanaldammböschung aufgebrachten Auflastfilter zur Vermeidung von Erosionsschäden infolge von Materialtransport bei Sickerlinienaustritt.

Bei dem unten dargestellten Sanierungsbeispiel handelt es sich um eine in den vorhandenen Böschungsfuß eingebaute Fußdränage zur Fassung der bei Ausfall der Kanaldichtung austretenden Sickerstrecke und Wiederherstellung der globalen Standsicherheit am Böschungsfuß.

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