Deponie "Schlackenberg" in Sulzbach-Rosenberg

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Das größte Sanierungsprojekt in Bayern, das im Juli 2005 gestartet ist und planmäßig bis 2012 abgeschlossen sein soll, ist die Sanierung/Sicherung und Rekultivierung des Schlackenbergs der ehemaligen Neuen Maxhütte Stahlwerke GmbH (NMH) in Sulzbach-Rosenberg. Detaillierte Informationen zum gesamten Sanierungsprojekt erhalten Sie unter der offiziellen website der Baudienststelle Schlackenberg der Regierung Oberpfalz unter: www.schlackenberg.bayern.de

Standsicherheitsnachweise der Oberflächenabdichtung

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Unser Ingenieurbüro wurde von der Materialforschungs- und -prüfanstalt an der Bauhaus-Universität Weimar (MFPA) mit dem Standsicherheitsnachweis für das Oberflächenabdichtungssystem und einer Stützkonstruktion "Bewehrte Erde" für die Deponie beauftragt. Die MFPA war in diesem Projekt für die Laboruntersuchungen zur Ermittlung der Fugenscherfestigkeiten und inneren Scherfestigkeiten des Abdichtungssystems zuständig.

Die Gleitsicherheit der Oberflächenabdichtung wurde gemäß der GDA-Empfehlung E2-7 für die beiden geplanten Deponieklassen I und II in allen relevanten Trennfugen des geplanten Abdichtungssystems untersucht. Dabei wurde für jede Trennfläche im Schichtaufbau sowie für mögliche Gleitflächen innerhalb der Schichten nachgewiesen, dass die im Grenzzustand aktivierbare Scherfestigkeit größer als die aus den hangabwärts gerichteten Beanspruchungen resultierende Schubkraft ist. Der Ausnutzungsgrades der böschungsparallelen Gleitsicherheit unter Berücksichtigung des Partialsicherheitskonzeptes entsprechend den Vorgaben der DIN 1054 wurde nach dem Prinzip der effektiven Spannungen nach der Grenzzustandsgleichung im GZ 1C berechnet.

Standsicherheit der "Bewehrten-Erde-Stützkonstruktion"

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Zur Sicherung eines Geländesprunges am Deponiefuß ist eine geogitterbewehrte Stützkonstruktion (Bewehrte Erde) mit einer vorgestellten Gabionenwand geplant. Die vorgesehenen Bewehrungselemente aus Geogitterlagen nehmen dabei die Differenzzugkräfte aus dem untersuchten Bruchmechanismus zur Einhaltung des sicherheitsbezuschlagten Grenzgleichgewichtes auf. Der Nachweis der monolithischen Stützkonstruktion erfolgte entsprechend den Empfehlungen für den Entwurf und die Berechnung von Erdkörpern mit Bewehrungen aus Geokunststoffen (EBGEO) nach dem Partialsicherheitskonzept.

Die Berechnungen sind unterteilt in den Nachweis der Inneren Standsicherheit (Abb. links) zur Bemessung der Geogitterlagen im Grenzzustand GZ 1B und den Nachweis der Äußeren Standsicherheit (Abb. rechts) zur Überprüfung der Geländebruchsicherheit im Grenzzustand GZ 1C unter Berücksichtigung der Teilsicherheitsbeiwerte für die Einwirkungen und Widerstände nach DIN 1054. Beim Nachweis der Inneren Standsicherheit werden mögliche polygonale Gleitfugen innerhalb des bewehrten Erdkörpers erzeugt und die Ausnutzungsgrade der jeweils resultierenden Starrkörperbruchmechanismen untersucht. Der Nachweis der Äußeren Standsicherheit erfolgt nach dem Gleitkreisverfahren und umfasst zylindrische Bruchkörper außerhalb des bewehrten Erdkörpers.