Ortsumfahrung Obermaßfeld-Grimmenthal im Zuge der L1131

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Das Untersuchungsgebiet liegt am östlichen Rand der Ortslage Obermaßfeld-Grimmenthal im unmittelbaren Bereich der Einmündung des Haseltales in das Werratal im Südthüringer Triasland. Entsprechend der Naturraumgliederung Thüringens gehört das Gebiet zur Landschaft der sog. Meininger Kalkplatten mit dem tief eingeschnittenen Werratal. Die Trasse verläuft weitgehend innerhalb der Talauen von Hasel und Werra auf einem Geländeniveau zwischen 297 und 300 m HN und ist durch eine sehr geringe Reliefenergie gekennzeichnet. Südlich der Werra steigt das Gelände am unteren Talhang bis zur bestehenden B 89 auf ca. 310 m HN an.

Lageplan mit Trassenverlauf und Baugrundaufschlüssen

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Das Untersuchungsgebiet liegt im Landkreis Schmalkalden-Meiningen im Süden des Freistaates Thüringen. Die Baumaßnahme sieht die Verlegung der Landesstraße L 1131 zur südlichen Umfahrung der Ortslage Obermaßfeld-Grimmenthal vor. Der ca. 1.1 km lange Neubauabschnitt beginnt im Süden an der Bundesstraße B 89 und quert dann annähernd in S-N-Richtung die Werraaue und ein Gewerbegebiet mit der Einhäuser Straße. Die Anbindung an den Bestand der L 1131 erfolgt im Bereich des bestehenden Bahnübergangs östlich des Bahnhofs Grimmenthal. Die Überführung über die Werra wird nach der derzeitigen Planung mit einem etwa 260 m langen Mehrfeldbauwerk realisiert. In der südlichen Hälfte, auf beiden Seiten der Werra, wird die Trasse auf einem Damm geführt, der am südlichen Widerlager der Werrabrücke mit ca. 9 m seine größte Höhe erreicht. In der nördlichen Hälfte liegt die Gradiente ausschließlich in flacher Dammlage bzw. ± geländegleich; Einschnitte sind nicht vorgesehen.

Darstellung der Baugrunderkundungsergebnisse

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Die Ergebnisse der konventionellen Baugrunderkundung wurden grafisch aufbereitet und unter Berücksichtigung der Ergebnisse der bodenphysikalischen Labor- und Feldversuche in einem geotechnischen Längsschnitt mit detailliertem geotechnischem Bewertungsband dargestellt. Die darin enthaltenen Angaben zur Klassifikation der erkundeten Baugrundschichten, zum Grundwasser und Hinweise zu erforderlichen bautechnischen Maßnahmen bilden eine wesentliche Grundlage für die Streckenplanung und die spätere Bauausführung.

Labor- und Feldversuche zur Baugrundbeurteilung

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Im Rahmen der Erkundungsarbeiten für den Streckenneubau im untersuchten Planungsabschnitt wurden im Zeitraum Juli/August 2009 insgesamt 12 Kernbohrungen (Kerndurchmesser 100 mm) mit 110 Gesamtbohrmetern abgeteuft. Aus den Kernbohrungen wurden gestörte und ungestörte Proben entnommen und bodenmechanisch klassifiziert. In Ergänzung zu den Felduntersuchungen und der direkten Begutachtung vor Ort wurden zur Beurteilung der boden- bzw. felsmechanischen Eigenschaften der erbohrten Locker- und Festgesteine sowie zur Beurteilung der Betonaggressivität des Grundwassers umfangreiche bodenphysikalische Laboruntersuchungen durchgeführt.

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